Ju-Jutsu

Der Zehnkampf unter den kampfsportarten.

Ju-Jutsu

JU-JUTSU ist die Kunst, durch Nachgeben und Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen – frei übersetzt also die „sanfte Kampfkunst".


Gegründet wurde Ju-Jutsu 1969 von Franz-Josef Gresch und Werner Heim, mit Judo, Karate und Aikido als drei Grundsäulen. Ziel ist es, eine kleine Auswahl an Verteidigungstechniken so zu verinnerlichen, dass sie variabel und automatisiert eingesetzt werden können.


Im Laufe der Zeit wurde die technische Basis erweitert: Elemente aus dem Kali/Arnis/Escrima (Waffen), dem Luta Livre (Bodenkampf) sowie aus dem Wing Chun und Jeet Kune Do (Schläge & Tritte) sind heute fester Bestandteil des modernen Ju-Jutsu. Dies führte im Jahr 2000 unter Bernd Hillebrand zu einer grundlegenden Überarbeitung des Prüfungssystems.


Heute versteht sich Ju-Jutsu als der „Zehnkampf unter den Kampfsportarten" – mit Selbstverteidigung als oberstem Ziel.

Techniken

Ju-Jutsu begeistert durch seine außergewöhnliche technische Vielfalt und genau das macht es so besonders! Kein anderer Kampfsport vereint so viele verschiedene Bereiche in einem einzigen System. Ob Wurf, Hebel, Schlag oder Bodenkampf, beim Ju-Jutsu lernst du alles, was eine effektive Selbstverteidigung ausmacht. Schritt für Schritt wirst du in die faszinierende Welt dieser Kampfkunst eingeführt und entwickelst dabei nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Koordination, Reaktionsvermögen und Selbstbewusstsein.


Die Vielfalt im Ju-Jutsu:

  • Bewegungslehre
  • Falltechniken (Fallschule)
  • Abwehrtechniken
  • Atemitechniken (verschiedene Stoß-, Schlag- und Tritttechniken)
  • Bodenkampf
  • Wurftechniken
  • Hebeltechniken
  • Würgetechniken
  • Nothilfe-Techniken
  • Waffenabwehr & gezielte Entwaffnung von Gegnern
  • Nervendruckpunkttechniken


Graduierung

Der Gürtelgrad zeigt den Fortschritt einer Person im Ju-Jutsu an und wird durch das Bestehen einer Prüfung erworben. Er ist sichtbares Zeichen der eigenen Entwicklung und ein toller Ansporn, kontinuierlich am Ball zu bleiben!


Schülergrade (Kyū):

Mit Kyū werden die Schülergrade bezeichnet. Prüfungen bis zum 3. Kyū werden vereinsintern durchgeführt. Die Prüfungen zum 2. und 1. Kyū finden in Sachsen auf Landesebene statt.


Meistergrade (Dan):

Auf die Schülergrade folgen die Dan-Grade. Für den 1. Dan ist ein Mindestalter von 18 Jahren vorgeschrieben. Die Meistergrade reichen bis zum 5. Dan. Ab dem 6. Dan wird der Träger als Großmeister bezeichnet.



Voraussetzungen:

Grundlage für das Ablegen einer Prüfung sind die regelmäßige Trainingsteilnahme sowie der Besuch von Lehrgängen auf Vereins-, Landes- oder Bundesebene. Diese bieten die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern, neue Techniken kennenzulernen und mit Ju-Jutsukas anderer Vereine zu trainieren.