Wettkampf im Ju-Jutsu

Der Zehnkampf unter den kampfsportarten.

Fighting

Im „Fighting-System" kämpfen zwei Kontrahenten derselben Gewichtsklasse mit Schutzausrüstung gegeneinander. Im Leichtkontakt dürfen dabei Schläge, Tritte, Stöße sowie Hebel-, Wurf- und Würgetechniken angewendet werden.


Ziel ist es, den Gegner innerhalb von 3 Minuten nach Punkten oder durch technische Überlegenheit zu besiegen. Der sogenannte „Full Ippon" setzt sich dabei aus drei Bereichen zusammen: je einem Punkt im Atemi-, Wurf- und Bodenbereich.


Das Regelwerk steht im Sinne der Gesundheit und Sicherheit der Sportler. Drei Kampfrichter/-innen wachen bei jedem Kampf über die Einhaltung der Wettkampfregeln. Die Wettkämpfe werden unterteilt in Kategorien für Herren, Damen sowie Jugendliche (männlich/weiblich).



Wettkampferfahrung trägt dabei wesentlich zur Verbesserung des persönlichen Selbstverteidigungsprofils bei – und macht einfach Spaß!


Duo

Das „Duo-System" ist eine weitere Wettkampfform im Ju-Jutsu, bei der zwei Sportler als Paar gemeinsam antreten. Bewertet werden dabei die Technikausführung, Schnelligkeit, Präzision, Realitätsnähe sowie der dynamische Gesamteindruck.


Geübte Duokas legen eine Dynamik an den Tag, die einer echten Auseinandersetzung entspricht – sodass es für viele Zuschauer kaum erkennbar ist, dass es sich um einstudierte Bewegungsabläufe handelt.


Die vorgegebenen Angriffe werden durch den Hauptkampfrichter angesagt. Fünf Seitenkampfrichter vergeben anschließend Punkte von 1 bis 10. Insgesamt gibt es drei Serien mit je vier Angriffen, von denen pro Serie drei gekämpft werden:


  • Serie A – Kontaktangriffe (früher Serie A & B)
  • Serie B – Schlag- und Trittangriffe (früher Serie C)
  • Serie C – Stock- und Messerangriffe (früher Serie D)
Hinweis für Duo U14/U16 & jünger: Es werden nur Serie A und Serie B gekämpft.

Das Duo-System trägt nicht nur wesentlich zur Verbesserung des persönlichen Selbstverteidigungsprofils bei, sondern erweitert auch das eigene Technikrepertoire enorm.

BJJ/Ne-Waza

Der Bodenkampf ist sowohl im Wettkampfsport als auch im allgemeinen Training ein wesentlicher Bestandteil des Ju-Jutsu. Im Vergleich zu vielen anderen Sportarten ist hier eine große Vielfalt an Techniken erlaubt – auch in der Selbstverteidigung werden spezielle Methoden zur Abwehr von Angreifern am Boden trainiert.


Der sportliche BJJ/Ne-Waza Kampf mit Gi startet in der Regel im Stand – Schläge und Tritte sind dabei nicht erlaubt. Nach einem sogenannten „Takedown" wird der Kampf am Boden fortgesetzt und dort entschieden.


So wird der Kampf gewonnen:

Die Sportler/-innen haben zwei Möglichkeiten zu siegen:


  • Punkte: Für vorteilhafte Positionen oder Aktionen, die den Kampfverlauf beeinflussen, werden Punkte vergeben.
  • Submission: Unabhängig vom Punktestand kann der Gegner jederzeit durch eine Unterwerfungstechnik zur Aufgabe gezwungen werden. Die Aufgabe wird durch Klopfen mit der Hand auf die Matte, den eigenen Körper oder den des Gegners signalisiert – herbeigeführt durch Würge- oder Hebeltechniken.


Erreicht keiner der Kämpfer/-innen eine Submission, gewinnt die Person mit den meisten Punkten.